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Die Zukunft liegt unter Wasser

Image SeaLIFE Pharma gewinnt mit Wirkstoffen aus marinen Mikroben science2business Award2010. Mit Gedanken ferngesteuerte Geräte der g.tec Guger Technology folgen auf Platz zwei.
Der Innovation Hot Spot “life-science-success” bot auch dieses Jahr zahlreiche Highlights aus den naturwissenschaftlichen Universitäten und forschungsorientierten Unternehmen. Veranstaltet von life-science Karriere Services spannte sich der Programmbogen von politischen Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation, Veränderungsprozessen in Unternehmen, erfolgreichen Praxisbeispielen bis zur Preisverleihung. Dr. Unterer sieht in Forschung und Innovation einen Impulsgeber für die Wirtschaft, der auch morgen einen wichtigen Stellenwert einnehmen und forciert werden wird. Die Wirtschaftskammer Wien sieht im flexiblen Handeln, kurzen Bearbeitungszeiten und Rechtssicherheit die Erfolgsfaktoren für Wirtschaftsentwicklung.

Highlights der Universitäten – Von sich selbst auflösenden Implantaten bis zu computerunterstützer Hirnchirurgie.

Die Medizinische Universität Graz stellte das neue Laura Bassi Centre of Expertise vor, welches sich der Entwicklung von sich selbst auflösenden Implantaten im Kinderknochen widmet. Diese sollen einerseits über besondere Eigenschaften verfügen, die den Heilungsprozess beschleunigen und andererseits den Kindern eine zweite Operation zur Entfernung des Implantats zu ersparen.

Neue Präzision für die computerunterstützte Chirurgie am Kopf erwartet sich die Medizinische Universität Innsbruck mit dem Rhinospider. An der Medizinischen Universität Wien nimmt die FSB – Forschungsservice und –beteiligungs GmbH ihre Geschäftstätigkeit auf. Als gewinnorientierte Gesellschaft in 100 % Eigentum der MUW wird sie die Wissenschaftler bei der wirtschaftlichen Verwertung ihrer Forschungsergebnisse unterstützen.

Die elektronische Gesundheitsakte, in der sämtliche Gesundheitsbezogenen Daten einer Person zusammengefasst sind, erfordert einen besonders hohen Schutz vor unrechtmäßigem Zugriff. Um diese Sicherheit bemüht sich die Universität Innsbruck.

Hohe Erwartungen steckt die Universität für Bodenkultur in ihr neues VIBT – Vienna Institute of Biotechnology. Es verbindet naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz.

Wie keine andere österreichische Einrichtung verfügt die Veterinärmedizinische Universität Wien über die Expertise zum wissenschaftlichen Tierversuch und bildet damit eine Brücke zur Humanmedizin.

science2business Award

Zum vierten Mal vergab das BM f. Wirtschaft, Familie und Jugend im Rahmen der life-science-success2010 am 16. März im Tech Gate Vienna den mit insgesamt Euro 12.000,-- dotierten science2business Award für die beste Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft. 27 Einreicher, die insgesamt mit 175 Kooperationspartnern aus 12 Nationen, verteilt auf 3 Kontinenten zusammen arbeiten, hatten sich darum beworben. Als kreative Think Tanks füllen Universitäten und Forschungseinrichtungen die Innovationspipelines großer und kleiner Unternehmen und bringen Schwung in die Wirtschaft. MR Dr. Unterer, BM f. Wirtschaft, Familie und Jugend hob die Wichtigkeit der Forschung und Innovation für die Wirtschaft hervor, die auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen werden und verwies auf das erklärte Ziel, führend in der Innovation zu sein.

Erfolge inspirieren
Der science2business Award legt das Augenmerk auf die Umsetzung der Kooperation. Worauf kommt es an, damit aus einem exzellenten wissenschaftlichen Ergebnis ein wirtschaftlicher Erfolg wird? Lernen von den Besten, lautet das Motto. An erfolgreichen Beispielen sehen, wie es funktioniert und sich davon inspirieren lassen.

Die Gewinner:
Den ersten Preis erhielt Mag. Dr. Alexander Pretsch, seaLIFE Pharma GmbH, Tulln für seine Kooperation zur Entwicklung neuer antiinfektiver Substanzen aus marinen Mikroben. Mit Gedanken steuert der zweitplazierte Dr. Christoph Guger, g.tec guger Technologies, Graz externe Geräte. Als drittplazierter arbeitet Mag. Dr. Kricek, NBS-C BioScience & Consulting GmbH, Wien an einem universell einsetzbaren Allergieimpfstoff. Anerkennungspreise erhielten in alphabetischer Reihenfolge: DI Alfred Binder, CTR Carinthian Tech Research AG, Villach, er managet die Entwicklung hochtemperaturtauglicher Sensoren. Dr. Armin P. Czernilofsky, PCz-Consulting, identifiziert als Chair des exploitation boards des FP6-EU-Konsortiums Growthstop kommerziell verwertbare wissenschaftliche Ergebnisse in einem frühen Forschungsstadium. DI Dr. Horst Rüther, Roche Diagnostics Graz GmbH, verbessert die Stabilität der katalytischen Aktivität und der Selektivität von Enzymen für Biosensoren.

Die Jury:
Vizerektor Prof. Dr. Josef Glößl, Universität für Bodenkultur, Dr. Sabine Herltischka, FFG Österr. Forschungsförderung GmbH, Dr. Helga Prazak-Reisinger, OMV AG, DI Peter Schintlmeister, BM f. Wirtschaft, Familie und Jugend und Dr. Wolfgang Tüchler, accent Gründerservice GmbH aus standen vor der schwierigen Aufgabe, aus den eingereichten Kooperationen die Gewinner zu wählen. Bei der Zusammensetzung der Jury wurde auf eine Mischung aus Universität, Fördereinrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen geachtet.

Forschungs Input = Wirtschafts Output

Die Kooperation kann für junge Unternehmen der Schlüssel zu Wachstum und Erfolg sein. Die Gewinner des diesjährigen science2buisiness Awards demonstrieren dies in sehr beeindruckender Weise. Sie haben die Kooperation zur Unternehmensstrategie erhoben.

1. Preis: Marine Mikroben als Quelle neuer antiinfektiver Substanzen
Mag. Dr. Alexander Pretsch, seaLIFE Pharma GmbH

seaLIFE Pharma ist ein junges Biotechnologieunternehmen, das mit seiner innovativen, selbst entwickelten „Ecotargetingstrategie“ multiresistenten Erregern den Kampf ansagt. Als Quelle der neuen Wirkstoffe dienen marine Mikroben und deren Repertoire an bioaktiven Substanzen. „Marine Organismen sind in ihrem natürlichen Lebensraum ständig mit Bakterien, Pilzen und Viren konfrontiert. Im Laufe der Evolution haben sie sehr wirksame chemische Abwehrstrategien entwickelt,“ erklärt Pretsch, CEO seaLIFE Pharma. seaLIFE Pharma unterhält zudem als einziges marines Biotechnologie Unternehmen in Mitteleuropa eine mikrobielle Plattform, basierend auf fermentierbaren marinen Bakterien und Pilzen als primäre Quelle der Substanzproduktion. Dieses junge Start-up beeindruckte die Jury mit seiner gezielten Kooperationspolitik, bei der sie mit exzellenten und gleichzeitig sehr komplementären Partnern regional und international eng zusammenarbeiten.
Kontakt: seaLIFE Pharma Mag. Dr. Alexander Pretsch, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , www.sealifepharma.com

2. Preis: Entwicklung eines EEG basierenden Brain-Computer Interfaces, das über Gedanken externe Geräte steuert.
Dr. Christoph Guger, g.tec Guger Technologies GmbH

g.tec Guger Technologies entwickelt Systeme zur Aufzeichnung und Auswertung von Biosignalen vom Gehirn in Echtzeit. Mit dem EEG basierenden Brain-Computer Interface können vollständig gelähmte Patienten Buchstaben und andere Zeichen über ihre Gedanken auf einem Bildschirm auswählen, Nachrichten verfassen und sich somit mitteilen. Die österreichische Firma g.tec medical engineering GmbH bringt nun das erste BCI-System auf den Markt, das Patienten auch ohne Betreuung durch Techniker zuhause oder in der Klinik verwenden können . g.tec begann als Spin Off der TU-Graz und hat sich mittlerweile höchste international anerkannte Expertise erarbeitet und kooperiert heute mit 70 verschiedenen internationalen Partnern in USA, Spanien, Niederlande bis Israel. Exportorientiert ist auch der Vertrieb, g.tec verkauft seine Geräte in 60 Länder. Durch die Kooperation können Entwicklungskosten wesentlich gesenkt werden. Über die Partner hat g.tec Zugriff auf technisches Equipment das sie sich selbst weder leisten noch jemals auslasten würden. Ebenso wäre es für die Firma unmöglich Tierversuche oder Versuche mit Menschen mit implantierten Elektroden im Gehirn durchzuführen. g.tec demonstriert auf beeindruckende Weise wie Kooperation zur Strategie wird und Forschung und Entwicklung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau und technischem Standard nicht nur Großkonzernen vorbehalten bleibt sondern auch Kleinunternehmen bzw. Start-Ups zugänglich wird.
Kontakt: g.tec medical engineering GmbH Barbara Öhlinger, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können T:++43-(0)7251-22240-14 www.gtec.at

3. Preis: Anti-Idiotyp Impfstoff für lgE induzierte allergische Erkrankungen
Mag. Dr. Franz Kricek, NBS-C BioScience & Consulting GmbH

In Kooperation mit dem Institut für Immunologie der Universität Bern arbeitet NBS-C BioScience & Consulting GmbH am Design und der Herstellung eines innovativen, universell einsetzbaren anti- Allergie Impfstoffs, der bei allgischer Rhinitis, Asthma, atopischer Dermatitis oder Nahrungsmittelalergie Anwendung findet. Diese Erkrankungen sind in den Industrieländern stark im Zunehmen und betreffen bereits 25 % der Bevölkerung. Das kreative Element dieses Unternehmenskonzeptes liegt darin, dass es aus dem Bestand des Pharmakonzers Novartis hervorgegangen ist, der seinen Forschungsstandort in Wien abgesiedelt hat. Die NBS-C BioScience & Consulting GmbH ist als unabhängiges Unternehmen nach wie vor in enger Kooperation mit Novartis, allerdings schafft die neue Kooperationsstruktur höhere Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten, die aus den Forschungsergebnissen resultieren.
Kontakt: NBS-C BioScience & Consulting GmbH Mag. Dr. Franz Kricek, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können T: +43(01)7489501 www.nbs-c.at

Anerkennungspreise in alphabetischer Reihenfolge:

DI Alfred Binder, CTR Carinthian Tech Research AG, Villach
Entwicklung hochtemperaturtauglicher Sensoren, die in der Stahlindustrie den Zustand von Prozesskomponenten (Schiebeplatten) überwachen und wichtige Informationen unter extremsten Bedingungen (Temperatur, Staub, Erschütterungen) per Funk übermitteln. Ziel ist die lückenlose und automatisierte Prozesskontrolle.
Kontakt: CTR Carinthian Tech Research AG DI Alfred Binder, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können T: +43(0)4242-56300

Prof. Dr. Armin P. Czernilofsky, PCz-Consulting, Baden
Der meist langwierige Prozess der Verwertung von Resultaten der Grundlagenforschung für neue Therapieansätze soll verkürzt, rascher und effizienter gestaltet werden. Als Chair des exploitation boards des FP6-EU-Konsortiums Growthstop koordiniert Prof. Dr. Armin P. Czernilofsky die kontinuierliche Evaluierung wissenschaftlicher Ergebnisse aus der Grundlagenforschung hinsichtlich ihres kommerziellen Potenzials. Zukunftsorientierte Wirkstoffe für innovative Therapieansätze werden frühzeitig identifiziert und deren IP-Sicherung (Intellektual Property)koordiniert. Das aus 12 Partnern bestehende Konsortium wird von Prof. Lukas A. Huber von der Medizinischen Universität Innsbruck geleitet.
Kontakt: PCz-Consulting Prof. Dr. Armin P. Czernilofsky, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können T: +43(0)664-4108498

DI Dr. Horst Rüther, Roche Diagnosics Graz GmbH
Verbesserung der Stabilität der katalytischen Aktivität und der Selektivität von Enzymen für Biosensoren. DI Dr. Horst Rüther von Roche Diagnostics Graz möchte in Kooperation mit dem RCPE Research Center Pharmaceutical Engineering, österreichischen Unternehmen durch eine „state-of-the-art“ Wissenschaft und Forschung eine internationale Positionierung und Themenführerschaft ermöglichen. Hierbei werden interdisziplinäre Forschungseinrichtungen miteinander gekoppelt um komplexe Themenstellungen zu bearbeiten.
Kontakt: Roche Diagnostics Graz GmbH DI Dr. Horst Rüther, E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können T:+43(0)316-27787-0

Verfasst von, - Fotos auf Anfrage bei: DI Gisela Zechner, life-science Karriere Services E: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , T: 01-9854 276, www.life-science-success.com

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 08 Juni 2010 )
 
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