Entwicklung einer getrennten Vorfertigung eines Holzbetonverbund – Deckensystems
eingereicht von:
Firma/Universität:
Universität Innsbruck Ihre Möglichkeiten bei der life-science-success2006Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Feix / DI Dieter Fleck
in Kooperation mit:
Ing. Hans Lang GmbH
transidee transferzentrum universität innsbruck GmbH
In jüngster Zeit erlebte die Holzbauweise im Wohnbau aber auch für Schulen, Büro- und Gewerbebauten nach Jahrzehnten, in denen sich das Bauen mit Holz auf untergeordnete Bauwerke beschränkte, eine Renaissance. Um die gesteigerten bauphysikalischen Anforderungen, wie beispielsweise das Schwingungsverhalten, den Schall- und Wärmeschutz, sowie die geforderten höheren Deckenspannweiten von mehr als 6,0 m erfüllen zu können, kamen teilweise Holz-Beton-Verbunddecken (HBV-Decken) zur Anwendung. Bei den herkömmlichen HBV-Systemen wird der Holzquerschnitt auf der Baustelle durch eine Betonschicht ergänzt. Der nun statisch mitwirkende Beton übernimmt dabei hauptsächlich Druckkräfte und das Holz wird im Wesentlichen auf Zug und zum Teil auf Biegung beansprucht. Die derzeit angewandte Ortbetonbauweise von Holz-Beton-Verbundsystemen macht aufgrund des hohen Eintrags von Baufeuchte, der Gefahr der Verschmutzung der Holzbauteile und den im Gegensatz zu reinen Holzbauten längeren benötigten Bauzeiten, die Vorteile der Holzbauweise weitgehend zu Nichte. Bei der getrennten Vorfertigung der Teilquerschnitte handelt es sich nun um eine neuartige Bauweise, für die es bisher noch kein ausgereiftes Verbindungsmittel gibt. Daher ist das Ziel dieses Forschungsprojekts die Entwicklung einer steifen, tragfähigen und wirtschaftlich herstellbaren Verbindung zwischen Holz- und Betonquerschnitt. In einem ersten Schritt soll mit Hilfe von Abscherversuchen die Geometrie des Verbindungsmittel, bestehend aus einer Ausnehmung im Holz, einer darauf abgestimmten Abschalung im Beton und dem nachträglich eingebrachten mineralischen Vergussmörtel, optimiert werden. Schließlich soll mit Hilfe von 7,5 m langen Bauteilversuchen das lokale und globale Tragverhalten geklärt und die Praxistauglichkeit des neuen HBV-Systems unter Beweis gestellt werden.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16 Februar 2010 )